Organisation im Home-Studium

Hej alle zusammen!

Da meine Instagram-Story gestern schon sehr lange war (sooooooorry!), ich aber dennoch nicht auf alle Punkte eingehen konnte, die ich gerne genannt hätte, möchte ich euch heute hier noch ein paar Punkte zusammentippen, die mir bei meiner Organisation im Home-Studium helfen.

Weiterhin gilt, dass ich keine allgemeine Quelle bin, das hier kein Geheimrezept zum Erfolg ist und die Liste auch sicherlich unvollständig. Ich berichte hier, wie immer, nur von meinen persönlichen Erfahrungen. 😉

Für mich ist gerade im Home-Studium sehr wichtig, dass ich einen Tagesrhythmus habe, der mir Orientierung bietet. Damit kann ich zumindest für mich selbst verhindern, dass ich nur im Bett liege und am Handy bin oder nur auf der Couch sitze und fernsehe. Das bedeutet für mich auch, dass ich mir erstmal einen Schlafrhythmus antrainieren musste, denn den hatte bei nun wirklich nicht 😀 Wie auch, wenn vorher drei Tage Uni mit Aufstehen um 8 Uhr anstanden, dann aber auch meistens 3 – 4 Auftritte die Woche dazu kamen, an denen ich nie früher als Mitternacht zuhause oder im Hotel war. Mir fiel es dabei besonders schwer mich nicht immer ins Bett zu legen und dann noch 3 Stunden irgendwelche Spiele am Handy zu spielen. Deshalb hat sich bei mir die App SleepTown etabliert. Innerhalb einer von euch gewählten Schlafenszeit baut die App für euch ein Haus – so entsteht eure Stadt im Schlaf. Wenn ihr die App jedoch innerhalb eurer Schlafenszeit schließt, stürzt das Haus zusammen und bleibt so als Ruine in eurer Stadt stehen. Mich hat das genug getriggert, damit ich mein Handy ab der Aktivierung des Schlaf-Modus nicht mehr anfasse. Kurz davor mache ich mir immer ein Hörbuch an und stelle den Schlaf-Timer ein, so dass ich es auch wirklich nicht mehr brauche und lege mich dann schlafen.

Auf die App bin ich gestoßen, da ich vom gleichen Anbieter schon länger eine andere App nutze um mich während meiner Arbeitsblöcke nicht ablenken zu lassen namens Forest. Sie sperrt euer Handy für die gewählte Arbeitszeit und lässt in der Zeit einen Baum, Busch oder Blume wachsen. Besonders cool finde ich, dass wenn ihr eine gewisse Anzahl von virtuellen Bäumen habt wachsen lassen, wird auch ein echter Baum gepflanzt! Konzentrieren und die Aufforstung unterstützen! (Ja das ganze ist wahrscheinlich Werbung, doch ich habe die Apps für jeweils 2,29€ ganz alleine bezahlt und finde sie einfach grandios 😀 )

Mit diesen beiden Apps habe ich also erst mal dafür gesorgt, dass mein Handy zu meiner Hilfe und nicht meinem Feind wird.

Als nächstes hat sich selbstverständlich die Arbeit noch weiter auf dem Laptop fokussiert, weshalb ich euch auch hier einen kleinen Einblick geben möchte. Ich arbeite schon seit dem ersten Tag des Studiums auf OneNote. Einerseits hat sich das so ergeben, da ich mir fürs Studium ein Microsoft Surface gekauft habe und dabei auch die Office 2019 Lizenz erhalten habe, andererseits würde meine Uni aber auch die Microsoft-Programme sehr billig (3,50€ im Jahr) anbieten. Die meisten in meinem Umfeld an der Universität arbeiten mit den Programmen und so hat sich ergeben, dass auch ich es nutze.
Zur Strukturierung habe ich mir für beide Fächer (studiere ja im Zwei-Fach-Bachelor) ein Notizbuch angelegt, die dann aber sehr gleich aufgebaut sind. Die erste Kategorie ist bei mir immer „Organisation“, in der immer zuerst die Seite „Übersicht“ kommt, in der sich die Modulübersicht befindet. Diese habe ich einfach aus dem Modulhandbuch übernommen und dort trage ich jedes Semester ein, was ich dieses Semester belege, welche Prüfungen ich ablege und dort ist auch die Prüfungsordnung verlinkt.Ü1 Das Verlinken von Dokumenten mache ich sehr gerne, denn ich habe zwar in meinen Dateien die gleiche Struktur aufgebaut wie in meinem OneNote, so muss ich aber nicht nochmal extra suchen, sondern kann es direkt anklicken.

Ü5
Alle weiteren Kategorien sind an den Modulen orientiert und haben dann als Unterkategorie die einzelnen Veranstaltungen.
Die Seiten ordne ich dann nach den Sitzungen und eine Seite beinhaltet dann wirklich alles von der Sitzung. Das geht, da die Seiten bei OneNote unendlich groß sind. Für mich bietet das die beste Möglichkeit eine Übersicht zu behalten, was ich alles zu dem Thema schon gemacht habe. Außerdem könnt ihr euch Dokumente als „Ausdruck“ einfügen, so dass ihr dann Textstellen markieren könnt oder Verweise reinzeichnen.
Da sind wir auch schon beim letzten Grund, wieso ich OneNote so gerne nutze, denn es ist darauf ausgelegt, dass auch der Stift des Surface zum Einsatz kommt, was zur Folge hat, dass ich immer wieder gute Schaubilder schon in meine Notizen zeichnen kann. Wer mich kennt weiß, dass es kaum eine Mitschrift ohne Pfeile und Bildchen gibt. 😀

 

 

 

Das aktuelle Problem nun ist die Kommunikation mit den Dozierenden und Kommiliton*innen. Wir nutzen bei uns alles, vom postalischen Weg, privater und Uni-Mail, zum Uni-Chatportal, den Moodle-Plattformen (ja, wir haben zwei), Facebook-Gruppen, Microsoft-Teams, Zoom-Konferenz, Telefonkonferenzen und WhatsApp-Gruppen. Da fällt es mir natürlich schwer den Überblick zu behalten. Deshalb habe ich mir in meinem OneNote eine Tabelle erstellt, in der all das zusammengefasst ist. In der Tabelle habe ich für jede Veranstaltung eine Spalte angelegt, in der ich die Dozierenden aufführe, den Kommunikationskanal und den Tag, an dem neue Inhalte zur Verfügung gestellt werden. Täglich trage ich dann die dazugekommenen Aufgaben und Abgabetermine ein und markiere auch, was ich schon erledigt habe.
Wie ihr sehen könnt, habe ich in manchen Vorlesungen noch nicht alles erledigt. Durch die Tabelle weiß ich das jedoch und schaufle mir dann auch bewusst mal Zeit frei, um nur diese Vorlesung komplett durchzuarbeiten.

8
Mein Tag beginnt nun jede Morgen damit, dass ich zuerst reinschaue, was heute neu dazukommen wird. Das lade ich dann herunter und sortiere es ein (lasst es nicht in den Downloads, dort findet ihr es nie wieder – been there, done that…) und trage dann die Aufgabe in die Tabelle, falls es eine Abgabe dazu gibt, auch das Datum und den Ort dafür.
Danach mache ich mir dann eine To-Do-Liste für den Tag, auf die nicht nur die Uni-Sachen kommen, sondern auch alles vom Job, Ehrenamt, Haushalt, … Dafür darf natürlich nicht mein Terminkalender fehlen, in dem all diese Sachen gesammelt werden.
Falls etwas heute um eine bestimmte Uhrzeit fertig sein muss, wird das extra markiert.
Am Anfang habe ich probiert mir einen festen Stundenplan festzulegen. 9
Das hat allerdings für mich gar nicht gepasst, da unsere Arbeitsaufträge in einigen Veranstaltungen jede Woche im Arbeitsaufwand stark variieren und ich auch immer wieder andere Aufgaben für meinen Job und mein Ehrenamt unterbringen möchte, so dass alles ideal passt. Wenn ihr nicht so viele Variablen im Alltag habt wie ich, könnte ein fester Stundenplan vielleicht das richtige für euch sein.

Obst

Für mich hat sich etabliert, dass ich vormittags nach dem Frühstück einen Arbeitsblock mache, in dem ich eher triviale Aufgaben lege, heißt ich beantworte Mails, mache mir Notizen zu einfachen Vorlesungen oder schreibe aus den schwierigen Notizen meine Lernkarten heraus. Ich kann vormittags noch nicht wirklich tief in die Materie eindringen und mich auch nicht unendlich lange konzentrieren, weshalb ich auch oft nur 2 Blöcke à 2x 45 Minuten habe (mit Forrest getrackt natürlich). In der Pause zwischen den beiden Blöcken gibt es oft ein zweites Frühstück aus Obst und Joghurt, damit ich zumindest einmal am Tag bewusst Obst esse.
Am Nachmittag ist dann Freizeit angesagt mit Netflix, Instagram, Nintendo Switch, einkaufen gehen, bevor ich dann abends mich wieder an den Schreibtisch setze und die tatsächliche Arbeit mache. Ich habe für mich herausgefunden, dass ich abends viel konzentrierter und produktiver arbeite, weshalb ich nach dem Abendessen oft nochmal 3 – 4 Stunden in verschiedenen Blöcken arbeite, die auch oft 45 – 60 Minuten lang sind.
In den Pausen gehe ich dann auch ans Handy, spiele ein Runde und sonst was, probiere mir da nicht direkt ein Zeitlimit zu setzen, aber dafür Aktivitäten zu finden, die ein natürliches Ende haben, also zum Beispiel zwei Runden CandyCrush und nicht 10 Minuten.

Mein Arbeitstag endet dann oft erst gegen 22.30 Uhr, was sich für mich aber sehr gut anfühlt. Danach schaue ich oft noch eine Folge einer Serie auf Netflix oder telefoniere mit Freunden und dann geht es auch schon ins Bett.
Für mich hat sich das alles so ergeben, da ich gerade nachmittags gerne Zeit mit meiner Schwester oder Freunden verbringen möchte und es so ein gutes Zusammenspiel aus Arbeit und Freizeit ist.
Da hilft aber am Ende nur ausprobieren.
Nachdem ich mehrmals morgens um 9 Uhr versucht habe an meiner Hausarbeit zu schreiben und den gleichen Satz sieben Mal tippen musste, bis er zumindest grammatikalisch Sinn ergeben hat, inhaltlich jedoch noch immer fragwürdig war, habe ich es dann mal abends versucht und da dann direkt mehrere Seiten am Stück geschrieben. Durch meinen Job und mein Ehrenamt bin ich es eben auch gewohnt spät abends zu arbeiten und hatte damit noch nie ein Problem. Dass es jetzt mein freiwilliger Alltag geworden ist, war da schon fast absehbar.
Durch die eigenen To-Do-Listen kann ich auch wechselnde Launen abpassen und Aufgaben um einen Tag nach hinten verschieben, extra viele Telefonate mit Freunden reinlegen und mir so selbst einen Gefallen tun.
Außerdem kommt das Konzept Wochenende nicht ganz in meiner Planung vor.
Ich sitze ganz gerne auch samstags und sonntags am Schreibtisch und entzerre mir dadurch die Woche um einiges, kann dann aber auch unter der Woche einen Tag frei machen, wenn meine Periode der Meinung ist, dass das Bett viel geiler ist als der Schreibtischstuhl.

Alles in allem bin ich damit gerade sehr zufrieden und hoffe, dass ich davon auch einen großen Teil mitnehmen kann, wenn ich in 2 Wochen umgezogen bin (oh jaaaaa, da kommt dann auch was hier dazu) und die Veranstaltungen wieder in Präsenzformaten durchgeführt werden können, denn ich habe mittlerweile ein viel besseres Gefühl im Studium als die letzten Semester.

Ich hoffe ich konnte euch einen Einblick geben und vielleicht nehmt ihr ja das ein oder andere mit.
Wie immer freue ich mich sehr über eure Rückmeldungen, sei es hier in den Kommentaren oder über Instagram.

Ein schönen Samstag euch allen!
Eure Carro ❤

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